Herr, wie lange? (Psalm 13)

„Wie lange dauert es denn noch?“ – Kinder können ungeduldig sein, Erwachsene auch.

„Wann dürfen wir endlich wieder raus?“ – Es geht jetzt vielen so wie Noah und seiner Familie in der Arche.

Der Ausnahmezustand zieht sich in die Länge. Es ist schwer auszuhalten. Jeder denkt: Es ist Zeit, dass das endlich aufhört.

Aber so schnell geht das leider nicht. Noah lässt einen Raben fliegen, aber der fliegt nur immer hin und her. Nach ein paar Tagen lässt Noah eine Taube fliegen, und die kommt wieder zurück, weil überall noch Wasser ist. Noch ein paar Tage später versucht Noah es noch einmal mit einer Taube, - die kommt mit einem Ölblatt zurück, - ein Zeichen der Hoffnung!

Wieder wartet Noah eine Woche und als der dann wieder eine Taube fliegen lässt, kommt sie nicht mehr zurück. Es gibt wieder trockenes Land.

Endlich, endlich war es dann soweit, dass sie wieder herausdurften aus der Arche. Das Leben durfte von neuem beginnen. Das Warten war nicht vergeblich gewesen.

Neues Leben, ein neuer Anfang – das verheißt uns auch die Osterbotschaft. Der auferstandene Jesus – er ist selbst der neue Anfang, das neue Leben.

Gottes Güte lässt uns hoffen auf bessere Zeiten, und dass das Leben wieder neu wird.

Unser Warten wird nicht vergeblich sein!

 

Gott behüt' Sie!

Ihr Pfarrer Ekkehard Weiskopf